Stationen der Almenaer SPD-Geschichte

Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterGeschichtliches vor 1919
Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterGründung des Ortsvereins Almena 1919
Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterDie Ortsgruppe 1919 bis 1933
Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterKommunalpolitik in Almena 1919 bis 1933
Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterSozialdemokratisches Vereinsleben in Almena
Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterIn der NS-Zeit
Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterNeugründung des Ortsvereins 1945
Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterSozialdemokratische Politik in Almena nach 1945
Schulkampf 1966/1967
Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterDer SPD-Ortsverein in der Gemeinde Extertal
Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterDer SPD-Ortsverein Almena heute

Der Schulkampf 1966/67

Auch der Schulbereich wurde damals von dem Schulverband Almena-Nalhof geleitet, dessen Vorsteher der Almenaer Bürgermeister war. Heinrich Lesemann stand ganz in der alten sozialdemokratischen Vorstellung, das eine gründliche Reform des Schulwesens Voraussetzung für eine demokratische Entwicklung unseres Volkes sei ("Wissen ist Macht").

Seit den 20-er Jahren war die Durchbrechung des Bildungsmonopols einer kleinen Schicht zentrales Anliegen sozialdemokratischer Politik. Dies bedeutete vor allem den Abbau ein- und zweiklassiger Schulen, wie sie in den meisten Orten des Extertals in den 60-er Jahren noch bestanden. Dagegen war die Schule in Almena in den 40-er Jahren schon sechsklassig ausgebaut und 1952 durch einen Neubau erweitert worden. So beschloss der Almenaer Gemeinderat schon 1961 eine Dörfergemeinschaftsschule für den Bereich des Kirchspiels Almena zu errichten. Es brauchte vier Jahre, um die konservativen Kommunalpolitiker der Außendörfer von der Notwendigkeit dieser Maßnahme zu überzeugen.

1965 wurde ein Grundstück für 90.000 DM vom Gemeinderat erworben. 1966 konnte Bürgermeister Humke einen für die damaligen Verhältnisse großzügigen Bauplan vorlegen. Aber noch im gleichen Jahre untersagte die Bezirksregierung die Durchführung des Vorhabens. Man hatte höheren Ortes Silixen als Standort für die neue Schule vorgesehen, obwohl der Besuch dieser Schule für die Mehrheit der Kinder mit erheblichen Strapazen verbunden war.

Die Gemeinde Almena verlor 150.000 DM für Grundstückserwerb und Planungskosten. In einem erbitterten Kampf, der die Jahre 1966 und 1967 ausfüllte, versuchten Bürgermeister Humke und der Gemeinderat, diese Entscheidung aufzuheben. Es konnte sogar ein für Almena günstiges Urteil des Verwaltungsgerichtes Minden erzielt werden, ohne aber damit die Entscheidung der Regierung ändern zu können. Dabei ging die Gegnerschaft in diesem Streit quer durch die Parteien.

Aber in jener Zeit ging der Trend hin zur Zentralisation, zur Abschaffung der Eigenverantwortlichkeit der Dörfer. Gerade für die Almenaer Bürgerinnen und Bürger bedeutete dies eine schwere Enttäuschung. Am Ende verlor unser Dorf seine Schule für immer.

Dagegen konnte mit der Errichtung des Kindergartens auf dem "Lesemannschen Hof" 1968 ein Erfolg eigenverantwortlicher Politik erzielt werden.

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